Leitbild

Leitbild der TU Krabbelstube

Jedes Kind ist von Natur aus neugierig, interessiert und voller Begeisterung. Wir verstehen uns als Ort, in dem sich das Kind sicher und vertrauensvoll der Welt zuwenden kann, wo seine Entwicklung zu einem selbstständigen Individuum unterstützt wird.

Die Kindheit ist die wertvollste Ressource eines Menschen. Mit viel Achtsamkeit und Wissen wollen wir dieser Entwicklungsphase gerecht werden und Werte wie Respekt, Toleranz, Empathie und Gemeinschaft, sowie Autonomie als Vorbilder leben und vermitteln.

Ein Kleinkind begegnet der Welt offen und natürlich, frei von Vorurteilen und Erwartungen. Voller Begeisterung wollen sie entdecken, lernen, wachsen. Durch eine lebendige, beziehungsorientierte pädagogische Haltung und der Freude an unserer eigenen Begeisterungsfähigkeit begegnen wir dem Kind und begleiten liebevoll und neugierig.

Die TU Krabbelstube (TUKS) ist eine Kleinkindergruppe für 1,5- bis 3,5-jährige. Die Einrichtung hat von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet und dient der Betreuung und Förderung der Kinder. Das TUKS ist ein „kleiner, familiärer Ort, der die ersten Schritte aus der Familie in eine soziale Umgebung sehr liebevoll begleitet“.

Die Krabbelstube wurde Anfang der 1990er Jahre von Studierenden der TU Wien gegründet. Die Einrichtung dient in erster Linie Studierenden und MitarbeiterInnen der TU, um ihre Kinder in der Nähe betreut zu wissen.

Die Krabbelstube bietet 15 Ganztagesplätze und unterliegt dem Wiener Kindergartengesetz. Im Trägerverein der Wiener Kindergruppen ist sie Teil eines Netzwerks unabhängiger Kinderbetreuungseinrichtungen. Im Herbst 2013 wurden die Statuten im Sinne der Qualitätssicherung grundlegend verändert. In der neuen Organisationsstruktur wurden im Sinne einer kontinuierlichen Entwicklung und klarer personeller Kompetenzbereiche die Funktionen Vereinsvorstand und pädagogische Leitung zusammengefasst.

Da der enge Kontakt zu den Eltern als eine der Grundlagen der Arbeit verstanden wird, sind im Vorstand Eltern vertreten. So wird auch bei Vereinssitzungen (Elternabenden), die häufiger stattfinden, als die gesetzlichen Vorgaben es vorsehen, immer wieder miteinander diskutiert, Elterndienste verteilt (Kochdienste, wenn der Koch ausfällt, Wäschedienst, Reparaturen, etc.). Gemeinsam soll eine gute Struktur geboten, Ideen entwickelt und umgesetzt werden.

Das Team garantiert drei Betreuungspersonen am Vormittag und zwei am Nachmittag. Im Sinne der Qualitätssicherung sind am VM zwei PädagogInnen und am NM eine PädagogIn, jeweils mit einer/einem AssistentIn anwesend. In unserer Krabbelstube wird frisch gekocht, saisonal und biologisch.

Die pädagogische Leitung hat die Verantwortung und Entscheidungs-kompetenz über die Gruppe und das Team. Die PädagogInnen übernehmen die pädagogische Planungsarbeit und Reflexion gemeinsam mit der Leitung. Die Assistentinnen unterstützen die pädagogische Arbeit und sind ein wesentlicher Teil der qualitativen Arbeit. Regelmäßige Fortbildungen, Teambesprechungen, Supervisionen stehen den Mitarbeitern zur Verfügung und dienen der Weiterbildung, Reflexion und Teamarbeit.

Pädagogische Linie

Bewegungsentwicklung, Sprachentwicklung und Sozialentwicklung stehen in der Altersgruppe, der von uns betreuten Kinder, im Mittelpunkt. Die drei Entwicklungsfelder sehen wir als Basis unserer pädagogischen Arbeit. Das Kind soll durch eine individuelle und liebevolle Umgebung auf seinem Entwicklungsweg begleitet werden. Ein pädagogisch sinnvolles Miteinander, ein offenes Klima sowie viel Herz und Hirn garantieren diesen Entfaltungsprozess!

Das TUKS ist häufig der erste Ort außerhalb der Familie und so erfordert die gemeinsam erlebte Zeit viel Sensibilität, um einen gesunden Start ins soziale Leben zu finden.

Den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, ihren Wesenskern zu stärken, die Eltern zu unterstützen, sind ebenso Eckpfeiler, wie ein freudvolles Arbeiten im Team, eine wertschätzende Haltung.

Die TUKS-Linie ist eine beziehungsorientierte pädagogische Herangehensweise. Das bedeutet, das Kind setzt eine Aktion, die von den Betreuerinnen aufgenommen wird und der nach Möglichkeit Raum gegeben wird. Des Weiteren bieten die BetreuerInnen eventuell Variationsmöglichkeiten an.

Die Planung bezieht sich auf den Wiener Bildungsplan und den bundesländerübergreifenden Bildungsrahmenplan. Pädagogisch orientieren wir uns im pädagogischen Konzept an den vorgegebenen Bildungsbereichen und setzen diese in unserer Krabbelstube durch unsere Haltung und unsere Angebote um.

Entwicklungsbedingt beginnt das gemeinsame Spiel mit etwa zwei Jahren, das heißt die Betreuerinnen als Bezugspersonen stellen einen wichtigen Spielpartner dar, wie etwa Bücher vorlesen, das Aufbauen einer Eisenbahn, Türme bauen, Höhlen bauen, mit Farben, Formen und Knetmasse zu hantieren. Vielfältig kreative Angebote füllen den Tag aus und alle sind ein Teil des gemeinsamen Wirkens.

Ebenso essentiell ist die Pflege – Wickeln, Händewaschen, Toilettengang, An- und Ausziehen, Essen, etc. – stellen einen wichtigen Schwerpunkt dar. Das Kleinkind benötigt hierfür Zeit und Wertschätzung, um diese Entwicklungsschritte positiv zu erleben.

Der Bewegungsentwicklung fällt im Tuks eine große Bedeutung zu. Diese wird mit Bewegungsgeräten im Gruppenraum unterstützt, wie etwa Sprossenwand, Trapez, Rutsche, Leiter, Hängematte, Treppen und Bällen. Der Aufenthalt im Freien auf Spielplätzen in der Umgebung ist ein fixer Bestandteil des Vormittages im TUKS – ganz im Sinne der Zielsetzung Natur und Umfeld zu erforschen. Im Sommer gibt es die Möglichkeit der Nutzung des TU-Innenhofes, wo Planschbecken aufgestellt werden und Außenspielgeräte vorhanden sind.

Reflexion und Gespräche im Team sind wesentliche Anteile um eine beziehungs- und situationsorientierte Pädagogik zu garantieren. Daher sind Teambesprechungen eine wertvolle Zeit, um sich wiederholt an den Kern der Arbeit zu erinnern, ihn zu reflektieren, zu gestalten. Durch die strukturierte Konzeptionsarbeit erweitern wir unsere Fähigkeit mit neuen Herausforderungen umzugehen.